• Startseite Noten

Der Winter beginnt bekanntlich am 21. Dezember mit dem dunkelsten Tag des Jahres. Offiziell umfasst die Winterzeit - so wie jede andere Jahrezeit auch - drei Monate. Zu ihren besonderen Ereignissen gehört natürlich das Weihnachtsfest, der Jahreswechsel/Silvester, Dreikönig und schließlich die Faschingszeit. Diese durchaus unterschiedlichen winterlichen Highlights werden im Tierkreis mit drei bedeutenden Bildern begleitet: dem Steinbock (Dezember), dem Wassermann (Januar) und den Fischen (Februar).

Während Weihnachten, der Jahreswechsel und Dreikönig unter der Schirmherrschaft des Steinbocks (Erde) stattfindet, fällt die Faschingszeit in die Ägide der Fische (Wasser). Inmitten des Winters herrscht mit dem Wassermann ein Luftzeichen.

Eine tiefere Beschäftigung mit den nicht immer offensichtlichen Hintergründen der Winterzeit ermöglichen die drei von uns vorgelegten Vertonungen zum „Steinbock“, „Wassermann“ und zu den „Fischen“, die aus dem Kanon-Zyklus Von den Sternen (T/M: W. Bütow) stammen. Die Gesamtausgabe der vollständigen Vertonung des Tierkreises wird zum Frühlingsbeginn (21. März 2023) verfügbar sein.

Der vierstimmige KanonDer Februar“ rückt den letzten Monat der Winterzeit in den Mittelpunkt. In unserer Rubrik "Jahreskreis" finden sich zum jetzigen Zeipunkt auch noch die Kanons zu den Monaten April und Mai, sowie die Neuvertonung zu Rilkes Herbsttag.

Ihre Spezial Edition, Freiburg im Dezember 2022

Übergänge sind spannend. Auch wenn sie immer anders verlaufen, gibt es hierbei gewisse Konstanten, die dabei helfen können, diese zu verstehen und bewusst in Angriff zu nehmen. Etwa den Übergang vom Sommer zum Herbst, von der Zeit der Fülle zur Zeit der Reife. Das ist die Zeit der Jungfrau (24. August – 23. September). Der dreistimmige Kanon „Jungfrau“ - der sechste aus dem Zyklus „Von der Sternen“ (T/M: W. Bütow) - versucht dies auf musikalische Weise erlebbar zu machen.

In der ersten Woche der „Jungfrau-Zeit“, inmitten des Übergangs vom Sommer zum Herbst, liegt der Geburtstag Johann Wolfgang von Goethes (1749-1832), dem es wie kaum einem zweiten gelungen ist, ein übervolles Leben in seinem Werk zur Reife zu bringen. Beispielhaft hierfür ist das Gedicht „Wandrers Nachtlied/Ein Gleiches“, das in seiner Schlichtheit und Tiefe nicht umsonst zu einem der bekanntesten Gedichte deutscher Sprache avancierte. Anlässlich Goethes 273. Geburtstags (er wurde am 28. August geboren) empfehlen wir die Beschäftigung mit der Neuvertonung „Wandrers Nachtlied/Ein Gleiches“ (fünfstimmiger Kanon, Musik: W. Bütow).

„Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.“ Diese Zeilen aus Rainer Maria Rilkes (1875-1926) legendärem Gedicht „Herbsttag“ (1902) markieren das Ende des Sommers, das mit dem Ende der Jungfrau-Zeit zusammenfällt. Die von uns vorgelegte Neuvertonung "Herbsttag" (Musik: W. Bütow) für Sopran, Violine und Klavier wird pünktlich zum 23. September 2022 in der Originalaufnahme (29. September 2018) mit Ulrike Cordes (Sopran), Wolf Bütow (Violine) und Bernd Grußendorf (Klavier) zugänglich gemacht.

Ihre Spezial Edition, Freiburg im August 2022

 

Die Zeit des Skorpions (24. Oktober - 22. November) ist äußerlich gesehen unschlagbar unattraktiv, innerlich gesehen aber von unschätzbarem Wert. Denn ohne die seelischen Klärungsprozesse, die durch den Rückzug der Natur zweifellos begünstigt werden, gäbe es keine Entwicklung, keinen Fortschritt und damit letztlich auch kein neues Leben.

Neben dem Griff zu Schokolade und Dessertweinen kann dieser oft schmerzhafte und anstrengende Prozess natürlich auch auf musikalische Weise flankiert werden. Hierzu wollen wir mit vier Kompositionen ausdrücklich anregen.

Während der vierstimmige KanonSkorpion(T/M Wolf Bütow) generelle Aspekte der Skorpion-Zeit zusammenträgt und dazu einlädt, sich dieser Zeit gegenüber seelisch zu öffnen, verarbeitet das Klavierstück November 2019 ein konkretes, tragisches Ereignis, das sich vor zwei Jahren inmitten der Skorpion-Zeit ereignet hat.

Die Auseinandersetzung mit Sterben und Tod (aus einem veränderten Blickwinkel) ermöglichen darüber hinaus die beiden vokalen Kompositionen Ich trage mein Leid sowie Der Tod.

Ihre Spezial Edition, Freiburg im November 2021

 

Seit der Eröffnung unseres Bereichs „Musiktheater“ (2018) konnten wir Neuvertonungen zu insgesamt fünf Theaterstücken zugänglich machen, die nach ihrer jeweiligen Uraufführung an der Waldorfschule in Freiburg Sankt-Georgen auch an anderen Orten in Deutschland zur Aufführung gekommen sind. Neben der Musik zum „Ritter Georg Spiel" (Klasse 2), zu „Joseph und seine Brüder“ (Klasse 4), zu „Die Schildbürger“ (Klasse 4/5) und zu „Der Rattenfänger von Hameln“ (Klasse 5/6) betraf dies auch „Das besondere Leben der Hilletje Jans“ (Klasse 8).

Gleichwohl die Nachfrage nach Theatermusik durch die eingeschränkten Möglichkeiten infolge der Pandemie seit dem Frühjahr 2020 erkennbar zurück gegangen ist, haben wir uns entschlossen, unsere Angebote in diesem Bereich weiter auszubauen, da wir die Theaterarbeit generell für sehr wichtig halten (gerade jetzt!) und unseren Beitrag dazu leisten wollen, dass diese auch von musikalischer Seite her qualifiziert begleitet wird.

Aus diesem Grund werden wir im Laufe des Jahres 2022 die bereits im Verlagsprogramm angekündigten, bisher aber noch nicht zugänglich gemachten Werke Schritt um Schritt veröffentlichen. Hierzu zählt zunächst die Neuvertonung von "Das Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie (J.W. von Goethe, 1795), die für eine studentische Aufführung am Institut für Waldorfpädagogik (Mannheim) im Frühjahr 2020 konzipiert wurde; dann auch die Theatermusiken zu „Der Alpenkönig und der Menschenfeind“ (F. Raimund), Robin Hood (A. Burmeister) sowie „Weggesperrt/Abgehauen“ (G. Poppe).

Ihre Spezial Edition, Freiburg im Januar 2022

Joseph Beuys (1921-1986) war nicht nur ein besonders umstrittener Künstler des 20. Jahrhunderts, sondern auch eine überaus einflussreicher. Mit seinem „erweiterten Kunstbegriff“ machte er nachhaltig und profiliert wie kaum ein anderer auf die der Kunst innewohnenden Möglichkeit der Gesellschaftsgestaltung aufmerksam. Gleichzeitig verdeutlichte er, dass hierzu keinesfalls nur die Musiker, Schriftsteller, Maler und Bildhauer etc. aufgerufen sind, sondern letztlich alle.

Anlässlich seines 100. Geburtstags (Beuys wurde am 12. Mai 1921 geboren) legen wir eine Vertonung seiner Kernbotschaft „Jeder Mensch ist ein Künstler“ vor, die in der aktualisierten Version „Jeder Mensch ist eine Künstler*in“ als Grundlage eines kurzweiligen vierstimmigen Chorstücks (SATB) fungiert (Musik: W. Bütow).

Im Ergebnis handelt es sich bei „Jeder Mensch ist eine Künstler*in“ um ein zweiteilig angelegtes Musikstück, das zu Beginn in Form eines 4-stimmigen Kanons nach und nach „jeden Menschen“ einsammelt, um dann im zweiten Abschnitt (Choral) das Künstlertum eines jeden Menschen zu besingen, wobei abschließend jede Ausführende (und jeder Ausführende) tatsächlich die Möglichkeit hat, den Inhalt ihres (bzw. seines) eigenen Künstlertums individuell zu benennen und so mit einfließen zu lassen.

„Jeder Mensch ist eine Künstler*in“ ist ab Mai 2021 zum Preis von 7,50 Euro verfügbar (4 Seiten, hier der Link zum Audio).

Mit dem Werk „Die Kunst ist nur ein Weg“ (Musik: W. Bütow) legen wir zeitgleich eine weitere Vertonung eines zentralen Zitats zur Rolle der Kunst vor, das auf dem bekannten Ausspruch von Rainer Maria Rilke (1875-1926)Die Kunst ist nur ein Weg, doch nicht das Ziel“ beruht. Die vierstimmige Komposition (SATB) in Form eines geschichteten Kanons ist ebenfalls Anfang Mai 2021 zum Preis von 5 Euro verfügbar (zwei Seiten, hier der Link zum  Audio).

Die Komposition "Denn dazu ist der Mai gemacht" (Text: Otto Julius Bierbaum/Musik: Wolf Bütow) ist ein schlichtes Mailied, dessen Besonderheiten in der Harmonik und der fein ausgearbeiten Stimmführung zu finden sind. Dieses einfache Strophenlied über einem Text von Otto Julius Bierbaum (1865-1910) ist ein weiterer Beitrag zur Vokalmusik in unserer Abteilung "Jahreskreis", die sich im Aufbau befindet (hier der Link zum Audio).

Ihre Spezial Edition, Freiburg im April 2021